Sonntag, 4. Februar 2018

Schusstaktik: Außenpuppe

Beim Verteidigen wiederholen sich bestimmte Bewegungen. Wenn man als Stürmer auf diese Bewegungen vorbereitet ist, kann man seine Schüsse sehr gut absichern. Eine der Bewegungen, die man ausnutzen kann, ist die Außenpuppe, die vor das Tor zieht.

Egal wie der Verteidiger steht, eine Puppe der 2er Reihe steht immer neben dem Tor. Hier in diesem Bild ist die linke Puppe (aus Stürmersicht) neben dem Tor. Ein beliebter Trick ist es, diese Puppe von außen vor das Tor zu fahren und so den Stürmer zu überraschen. Es ist auch eine gute Möglichkeit zum Kreuzen.


Kommt die Außenpuppe von links, versucht der Verteidiger sie meistens auf Position 5 zu stellen. Analog auf Position 1, wenn die Außenpuppe von rechts kommt. Viele treffen den Eckpunkt aber nicht. Dann kann man einfach auf die Ecke schießen, wenn man sieht, dass die Außenpuppe in Richtung Tor zieht. Schafft der Verteidiger es, die Puppe von Außen präzise auf die Ecke zu stellen, kann man auch auf die kurzen Positionen (2 und 4) schießen. Der Torwart wird nicht auf dieser Position stehen, da er dann direkt neben der 2er Puppe stehen müsste und so ein großer Bereich des Tors offen ist.

Diese Taktik kann man anwenden, wenn der Verteidiger öfter mit der Außenpuppe vor das Tor zieht. Für mich hat sich 2 Mal in 5 Sekunden als ordentlicher Richtwert herausgestellt. So hat man noch genug Situationen, um das Verhalten des Gegners zu beobachten. Entweder er fährt auf die Ecke und man schießt kurz (2 bzw. 4) oder er fährt darüber hinaus und man schießt auf die Ecke (1 bzw. 5). Der Vorteil dieser Taktik ist, dass man den Torwart nicht beachten muss. Man wartet einfach nur darauf, dass der Außenmann vor das Tor fährt und löst dann den Schuss aus. Um nicht durchschaut zu werden, kann man die Ecke (1 und 5) und das Timing (Beim 1., 2., 3., .. Mal) variieren.

Zieht der Gegner manchmal auf Eck (1 bzw 5) und manchmal auf Kurz (2 oder 4), muss man überprüfen, ob sich ein Muster dahinter verbirgt. Ist kein Muster zu erkennen ist der Verteidiger entweder sehr clever oder hat keine Ahnung, wo er die Außenpuppe positioniert. Man kann zwar noch darauf reagieren, auf welche Position der Verteidiger die Außenpuppe stellt, es ist aber längst nicht mehr so sicher.

Dasselbe gilt, wenn der Verteidiger auf Position 3 oder darüber hinaus bewegt. Dann muss man auch die Bewegung des Torwarts beobachten. Meistens fährt er in die selbe Richtung wie die Außenpuppe oder kreuzt diese.


Die kurzen Positionen werden eher nicht berücksichtigt, es ist aber auch sehr wahrscheinlich, dass eine Puppe nicht sauber fährt oder einen Schuss auf 2 bzw 4 auf dem Weg zu den Ecken deckt. Diese beiden Positionen sind also nicht wirklich sicher. In diesem Fall wartet man darauf, dass sich die 2er Reihe bewegt und wechselt dann den Blick auf den Torwart, ob er mitfährt oder kreuzt. Je nachdem kann man dann auf die entsprechend andere Ecke schießen.

Beispiel: 2er fährt von außen links, Blick geht auf den Torwart der kreuzt und man löst einen Schuss nach rechts aus. Der Schuss ist so lange sicher, wie der Verteidiger sich nicht schnell und hart auf die Eckposition stellt. Sollte er das tun kann man aber wieder sicher auf die Positionen 2 und 4 schießen, weil der Ball nicht zufällig beim Fahren geblockt wird. Hier ist es wieder wichtig oft genug zu beobachten wie der Gegner sich verhält, wenn er mit der Außenpuppe vor das Tor fährt.

Diese Schusstaktik ist am leichtesten mit Jet Mitte umzusetzen. Andere Systeme funktionieren ebenfalls, solange man die Positionen trifft. Zwar wird man sie nicht gegen jeden Verteidiger anwenden können, wenn sie aber greift, ist es sehr sicher zu treffen.


Autor: Lukas Übelacker

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