Sonntag, 10. Mai 2015

Griffe präparieren

Es gibt viele Möglichkeiten sich die Griffe zu präparieren, damit man in engen Situation nicht abrutscht. Hier sind die gängigsten:

Chalk

Beim professionellen Tischfußball eher eine Randlösung, aber aus dem Turn- oder Klettersport ist es nicht wegzudenken. Dort wird es verwendet um den Schweiß aufzusaugen und immer trockene und griffige Hände zu haben. Chalk könnt ihr als Pulver oder noch besser in flüssiger Form anwenden. Einfach kurz vor dem Spiel die Hände damit einreiben und für die nächste Zeit sind die Hände trocken.

Griffgummis

Griffgummis gibt es als Fingerlinge oder als Griffschläuche. Sie bieten bei trockenen Händen sehr gute Haftung, aber sobald etwas Schweiß vorhanden ist, sind diese sehr rutschig. Meistens werden sie in Verbindung mit einem Handschuh gespielt, seltener auch mit Chalk. Je nach Variante ist die Haltbarkeit begrenzt. Bei Fingerlingen ist die eher kurz (insbesondere wenn man diese am Heimtisch fest montiert), bei Griffschläuchen etwas höher. Griffschläuche sind dafür etwas schwieriger zu montieren.

Griffbänder

Griffbänder oder Bändchen sind am häufigsten anzutreffen. Vor dem Spiel werden sie einfach schnell um die Griffe gewickelt und am Ende mit einem Gummi fixiert. Diese Bändchen sind die gleichen, die zum Beispiel beim Badminton verwendet werden.
Jet Spieler wickeln sich zum Teil ein Bändchen um das Handgelenk und einen Bereich vom Unterarm, um beim Schuss nicht abzurutschen.
Im Kicker Sport sind meistens Bändchen von Pro's Pro oder von MasterWrap anzutreffen.
Pro's Pro sind etwas günstiger. Sie sind gut geeignet wenn man wenig schwitzt, denn dann bieten neue Bändchen sehr gute Haftung. Diese können Schweiß aber schlecht aufnehmen und verschleißen sehr schnell.
MasterWraps halten deutlich länger. Das trockene Bändchen ist nur im neuen Zustand griffig, aber dies lässt schnell nach. Die große Stärke von MasterWraps ist, dass diese Schweiß sehr gut aufnehmen und dadurch wieder sehr griffig werden. Die Haltbarkeit ist sehr hoch. Alte MasterWraps sind im trockenen Zustand sehr glatt, aber sobald diese etwas Feuchtigkeit aufgenommen haben werden sie wieder sehr griffig bzw. fast schon klebrig. Man kann sie aber auch in der Waschmaschine waschen, sodass sie wieder so griffiger und sauberer werden. Dadurch lassen sich Masterwraps so lange nutzen, bis sie auseinanderfallen.

Handschuhe

Handschuhe sind besonders bei Pin-Schützen häufig anzutreffen. Diese kommen ursprünglich aus dem Golf  oder Baseball (für den Schlagmann). Man hat bessere Haftung als ohne, aber nur wenn diese sehr eng anliegen. In Verbindung mit Griffgummis kriegt man den besten Grip zustande. Damit lassen sich besonders Pin-Shots gut schießen. Aber wenn Handschuhe durchgeschwitzt werden, dann lässt die Haftung deutlich nach. Hierfür haben viele Spieler Ersatzhandschuhe dabei oder spielen mit einem Bändchen darunter. Um den Handschuh lange zu erhalten, darf er nicht zu nass werden bzw. nicht lange nass bleiben. Deswegen gibt es Spieler, die für jeden Satz einen neuen Handschuh nehmen.

Ohne

Man kann natürlich auch komplett ohne Hilfsmittel spielen. Es gibt allerdings nur wenige Spieler die dies im Turnier machen. Die Griffe von P4P, Leonhart und Lettner sind darauf ausgelegt, dass man diese auch ohne Bändchen spielen kann. Allerdings werden auf einigen ITSF Turnieren und in der Bundesliga mit dem TST Griffwechselsystem gespielt. Diese Griffe sind nicht darauf ausgelegt ohne Bändchen gespielt zu werden. Ähnlich verhält es sich mit den Griffen von Tornado (Holz), Garlando (mit Holzeinlagen) und einigen Bonzini Griffen (sehr glatte Oberfläche).
Für Turniere sollte man gegebenenfalls einen Plan haben wie man sich diese Griffe vorbereitet.

Fazit

Hier muss ein Spieler herausfinden, was ihm am besten gefällt. Es lohnt sich ein bisschen herumzuprobieren und auch mal ohne präparierte Griffe zu spielen oder sogar mit mehreren Bändchen drauf zu trainieren. Hierdurch kriegt man in engen Situationen im Turnier etwas mehr Selbstbewusstsein.

Autor: Fabian Wachmann

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