Sonntag, 20. Dezember 2015

Tischführer: Flix Libero

Man kann ohne Gegner trainieren und man kann auch ohne Tisch trainieren. Dabei gibt es Übungen, die die Bewegungsausführung verbessern (z.B. Visualisierungen von Bewegungen) und es gibt Übungen, die für mehr mentale Stärke sorgen.

Zuerst muss man für sich die grundlegende Frage beantworten, ob man von mentalem Training profitieren kann. Diese Frage ist gleichbedeutend mit dem Vergleich der eigenen Leistung im Turnier zu der Leistung im Training.
Tischfußball wird zu einem Großteil im Kopf entschieden. Nachdem man die Grundlagen der Schuss- und Passtechniken gelernt hat sind zwei Fragen entscheiden.
  • Wie gut kann ich in einer Turniersituation meine Schüsse und Pässe technisch ausführen?
  • Wie gut kann ich in einer Turniersituation meinen Gegner analysieren um den richtigen Schuss oder Pass auszuwählen?
Erfolg hat man nur, wenn man in beiden Punkten unter dem Druck des Turniers gut funktioniert. Wenn die Leistung im Turnier auf gleichem Level oder höher ist, als die Leistung im Training, dann ist es bestimmt nicht notwendig.
Es gibt viele Wege um mental stärker zu werden. Die meisten Spieler erlangen mentale Stärke über Turniererfahrung. Zusätzlich gibt es einen ganzen Zoo an Techniken, um die eigene mentale Stärke erhöhen. Jeder muss seinen eigenen Weg finden, um mental stärker zu werden. Wichtig ist, dass man am Ball bleibt und viel ausprobiert. Nicht jede Technik ist für jeden geeignet. Wenn man dran glaubt, dass etwas nicht funktioniert, kann man es besser lassen.
Wie eine neue Schusstechnik brauchen Techniken für mentale Stärke einiges an Praxis bevor man ihr Potential für sich abschließend bewerten kann. Man muss zudem für die Umsetzung ein hohes Maß an Selbstreflektion und Disziplin aufbringen und das geht nur, wenn man an die Technik glaubt und das Training dieser einem Spaß macht.
Die Techniken sind alle recht allgemein formuliert und aus anderen Bereichen entlehnt. Es gibt viele Wege sie an Tischfußball anzupassen. Wichtiger ist jedoch, dass man sie an die eigenen Bedürfnisse anpasst. Es ist viel Selbstreflektion notwendig. Der Leitsatz lautet: Die eigenen Stärken beibehalten und an den Schwächen arbeiten.
In unseren Artikeln können wir nur die Ideen vorstellen.  Bevor man sich tiefergehend mit einer Technik auseinandersetzt, sollte man sich auch etwas mehr darüber informieren, da eine sehr detaillierte Beschreibung nicht in die Artikel passt.

  • Beschreibung:
    • Höhe: 89cm
    • Gewicht: 72kg
    • Korpus: Multiplex
    • Griffe: Lettner Griffe mit 32mm Außendurchmesser
    • Stangen: Contus L4, 16mm
    • Lager: Ring in Ölwanne (Gleitlager)
    • Figuren: Lettner TT Soccerfiguren (alt), wahlweise auch andere.
    • Spielfeld: Langes Spielfeld (Torwart steht vor dem Tor) eigene Linienführung.
    • Ball: Lettner Avant
  • Davon können sich andere Hersteller noch etwas abgucken:
    • Der Tisch ist äußerst hochwertig und mit Liebe zum Detail verarbeitet. Er besteht aus Multiplex und Edelstahl.
    • In den Seitenwänden sind Dosenlibellen (runde Elemente von Wasserwaagen) eingelassen mit deren Hilfe sich der Tisch waagerecht ausrichten lässt. In dem Tisch, der uns zur Verfügung stand, zeigten diese leider alle in eine andere Richtung.
    • Man kann den Tisch leicht zusammenklappen. Die Tore können in das Spielfeld gepackt werden. Auf den Banden befinden sich je zwei Metallklappen. Wenn man diese öffnet, kann man alle Stangen in wenigen Sekunden entnehmen. Die Stangen werden unter dem Spielfeld verstaut und die Beine werden unter das Spielfeld geklappt. Hierdurch erhält man ein sehr kompaktes Packmaß. Unter dem Tisch befinden sich zwei Rollen auf denen man den Tisch wie einen Trolley hinter sich herziehen kann. Die Rollen sind durch einen Splint befestigt und können abgenommen werden. Die Achsen lassen sich im Tisch versenken. Die Rollen kann man einfach wieder an den Achsen befestigen, da die Achsen über einen kleinen Griff verfügen, über die man diese einfach wieder zum Vorschein bringen kann.
      https://www.youtube.com/watch?v=DFwkNri_Cww
    • Bei den Puffern geht Flix einen eigenen Weg. Die Puffer sind aus Schaumstoff gefertigt und spielen sich extrem gut. Sie sind zwar einerseits sehr weich und bei leichtem Anschlagen ist kein Knall hörbar aber andererseits federn sie Schläge bei härterem Anschlagen auch noch sehr gut ab und der Tisch wackelt nicht. Die Puffer sind der Geheimtipp für alle Spieler die ihre Nachbarn und Mitbewohner schonen wollen.
    • Das Spielfeld ist aus einer massiven Platte herausgefräst. Die Ecken sind wie bei anderen Tischen angehoben, aber die Kante verläuft in Form eines S. Dieses Zeichnet sich dadurch aus, dass der Ball nicht neben dem Torwart liegen bleiben kann. Gleichzeitig ist das Spielfeld unter der Zweierreihe schon wieder eben und dadurch kann man sich den Ball auch ganz nah an der Bande unter der Stange hinlegen.
    • Neben den Toren befindet sich eine Nut. Wenn der Ball gegen diese Prallt springt er nicht hoch.
      Metallpfosten, Torbande, Torzähler
    • Der Torzähler besteht aus 6 massiven Metallsteinen auf einem Rohr. Diese haften magnetisch aneinander und können sich durch anschlagen nicht umstellen.
    • Man kann Zusatzgewichte an den Beinen befestigen. Diese kann man einfach für den Transport entfernen.
    • Die Torgeometrie ist gut gewählt. Bälle die im Torraum hin- und herschlagen fliegen selten heraus, da im oberen Bereich des Tores keine Senkrechte Strebe ist an der sie abprallen können. Sie fallen auf das Knallbrett und sind so als Tor klar erkennbar.
    • Die Torpfosten sind aus Metall.
  • Daran kann noch gearbeitet werden:
    • Die Farbgebung des Torzählers entspricht nicht dem der üblichen Tische. Wenn der 5. Stein farblich hervorgehoben wäre, wäre der Punktestand einfacher zu erkennen.
    • Bei der Variante Libero ist die Ballausgabe beim eigenen Tor. Zum Schusstraining alleine eignet sich dieses Modell nicht. Bei den Varianten Libero Sport und Libero Home ist die Ballausgabe mittig hinter dem Tor und kann von beiden Seiten gut erreicht werden.
    • Standfestigkeit ist ein Zielkonflikt mit Mobilität. Die Beine sind in sich nicht stabil genug, um den Tisch auf drei Beinen ausrichten zu können. Deswegen dauert das Ausrichten etwas länger, als bei einem der anderen Premium Tische. Beim Spiel zu viert bewegt sich der Tisch.
    • Die Füße des Tisches sind sehr klein. Beim ausrichten des Tisches muss man an diesen drehen, um die Höhe zu verändern. Weil sie so klein sind, braucht man viel Kraft um diese drehen zu können.
    • Bei den Tischen die mir zugänglich waren, zeigten die Libellen alle in eine andere Richtung.
    • Der Abstand von Griff zu Seitenwand ist etwas geringer, als der von Lettner / Leonhart und viel geringer als der von P4P. Dies liegt an der gleichen Bohrung der Stangen bei dickeren Seitenwänden. Zudem hatte ein von mir angespielter Tisch an einer Seite unter der Metallklappe der Stangen eine relativ scharfe Kante unter der Metallklappe. Hier muss man beim Einzel etwas drauf achten, damit man sich nicht weh tut. Bei anderen Tischen war diese Kante nicht zu fühlen.
  • Spielweise:
    • Es lassen sich alle gängigen Techniken auf diesem Tisch spielen.
    • Das Spielfeld ist etwas glatter, als das eines Lettners, aber griffiger als das eines P4Ps. Pässe lassen sich gut spielen. Die Details hängen sehr stark von Ball und Figuren ab, mit denen der Tisch bestückt ist und deswegen werde ich hier nicht weiter darauf eingehen.
    • Die Bälle, die gegen die Bande neben das Tor schlagen, springen nicht gegen die Stangen, sondern prallen schnell heraus. Sie sind für den Torwart schwieriger zu fangen. Insbesondere im Einzel ist es eine einfache Passoption, neben das Tor zu schießen und dann den herausprallenden Ball auf der 3 zu fangen.
    • Durch die S-Bande bleiben weniger Bälle neben dem Tor liegen. Gleichzeitig ist der Bereich unter der 2er Reihe noch nicht angehoben. Dies merkt man beim Passen von 2 auf 5 da man den Ball bis an die Bande laufen lassen kann, ohne dass dieser nach vorne abgelenkt wird.
    • Der Hersteller empfiehlt die Stangen mit WD40 zu schmieren. Sie laufen dabei minimal schwerer als die der anderen Premium Tische. 
    • Die Puffer dämpfen sehr gut und fühlen sich gut an wenn man an die Bande anschlägt. Man fühlt keinen festen Schlag. Gleichzeitig sind sie hart genug, dass die Puffer selbst bei sehr hartem Anschlagen nicht "durchschlagen". Der Anschlag nach einem Pass an die Bande fühlt sich sehr weich an.
    • Da der Tisch im Vergleich zu den anderen premium Tischen relativ leicht ist und die Beine deutlich filigraner, steht der Tisch beim Spielen nicht so stabil wie die anderen premium Tische. Der Korpus selbst verwindet sich nicht. Bei viel Krafteinsatz bewegt er sich leicht seitlich. Wenn der Tisch nicht korrekt ausgerichtet wurde, kann es sein, dass man dabei ein Bein anhebt.
    • Flix hat seine eigenen Positionen für die Linien. Gleichzeitig haben sie wichtige Punkte, wie zum Beispiel die Pfosten vom Tor über den "Flix"-Schriftzug unter der 3er Reihe markiert.
  • Turniere:
    Derzeit gibt es keine feste große Turnierserie auf diesem Tisch. Es gibt einzig ein paar kleinere Turniere (DYPs) im Raum Bremen, bei denen die Tische für die Turniere dort aufgestellt werden.
  • Links:
  • Fazit:
    Der Flix ist kein Standard. Nirgends. Er ist gut zu spielen und zeichnet sich neben vielen innovativen Details durch seine unschlagbare Mobilität bei dem schönen Design aus. Hierdurch ergibt sich ein äußerst hoher WAF.

Die Bilder wurden mit freundlicher Unterstützung von Flix bereitgestellt.

Autor: Fabian Wachmann


In den nächsten Artikeln werden wir ein paar neue Techniken vorstellen.

Autor: Fabian Wachmann

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