Sonntag, 15. Mai 2016

Tischführer: Wunsch-Soccer-Tisch für Turniere

In diesem Artikel beschäftigen wir uns mit der Leitfrage: "Wie sieht der ideale Soccer Tisch für Turniere aus?"

Dieser soll folgende Eigenschaften Erfüllen:
  • Ein hohes Maß an Ballkontrolle.
  • Einfache Spielbarkeit.
  • Gleichbleibende Spieleigenschaften über den Turnierverlauf / die Lebenszeit des Tisches.
  • Einfache Wartbarkeit während eines Turniers.
  • Hohe Transportabilität.

Farbgebung

Damit man alles gut erkennen kann, braucht man hohe Kontraste zwischen den unterschiedlichen Bauteilen. Insbesondere zählen die Kontraste:
  • Ball gegen Spielfeld: Um den Ball schnell erkennen zu können.
  • Figur gegen Spielfeld: Um die Position der eigenen Figuren möglichst genau erkennen zu können.
  • Figur gegen Bande: Um zum Beispiel aus der Abwehr aus dem Augenwinkel gut erkennen zu können ob die gegnerische 5 an der Bande steht.
  • Figur gegen Tor: Um einfach erfassen zu können, wo die Verteidigung vor dem Tor steht.
  • Ball gegen Linien: Damit sich der Ball alleine durch seine Farbe vom Spielfeld hervor hebt und im Eifer des Gefechts eine schnelle Erkennung des Balls möglich ist.
  • Ball gegen Tor: Damit man als Zuschauer (insbesondere bei Videodokumenten) gut erkennen kann welche Option geschossen wurde.
  • Jede Farbe sollte nur einmal verwendet werden.
Es ist nicht notwendig, dass die Figuren der Teams unterschiedliche Farben haben.
Beispiel für Farbgebung:
  • Ball: gelb oder orange
  • Spielfeld: grün
  • Linien: weiß
  • Figuren: rot, blau oder grau
  • Bande: weiß
  • Tor: schwarz
Als Vorbild dient hier der Bonzini oder ein 90er Jahre Leonhart.

Spielfeld, Ball und Figuren

Das Spielfeld muss einen hohen Kontrast zum Ball aufweisen. Insbesondere darf es kein Licht reflektieren (zum Beispiel vantablack). Es muss matt sein.
Bereiche in denen der Ball im Abwehrbereich tot liegen bleibt sollten möglichst klein sein. Dies kann durch eine S-Ecke wie beim Flix erreicht werden. Diese hat gleichzeitig noch den Vorteil, dass der Ball überall unter der 2er Reihe auf einer Ebene läuft.
Um langfristig gleichbleibende Spieleigenschaften zu erhalten sollte die Kombination "Spielfeld zu Ball" relativ glatt sein während die Ballkontrolle über die Geometrie der Füße eingestellt wird. Der härtere Ball kriegt kaum Kerben und läuft dadurch besser als ein weicher Ball. Die Figuren dürfen keine scharfen Kanten haben und sollten gesplintet sein. Hierdurch kann umgangen werden, dass während eines Turniers die angespannten Spieler noch "mal eben" die Schraube nachziehen wollen und sie dabei überdrehen.
Ein Vorbild für das Konzept aus Figur und Ball ist der Leo Bang. Ähnliche Figuren werden auch von Tornado oder Fireball verwendet. Als Ball kann auch der Lettner Contus genommen werden.

Puffer und Lager

Der Puffer muss Schläge effektiv abdämpfen. Der Schlag darf erst bei hartem Anschlagen hörbar sein. Insbesondere muss Anschlagen auf beiden Seiten ein identisches Klangverhalten aufweisen.
Als Vorbild für den Puffer sollte entweder der Tornado- oder der Flix-Puffer dienen.
Die Lager sollen als Wechsellager konstruiert sein. Dadurch kann man im Turnierablauf defekte Stangen (Stange verbogen oder Figur gebrochen oder Splint gebrochen oder Griff locker) einfach austauschen und diese können von der Turnierleitung in Ruhe repaiert werden während das Turnier weiterläuft.

Stangen und Griffe

Die Stangen sollten leicht sein und eine gewisse Flexibilität bei langer Formtreue aufweisen. Hierdurch wird die Belastung der Gelenke beim Schießen verringert. 
Als Vorbild dienen die Stangen vom P4P. Teleskopstangen sind keine Option, da diese nicht vernünftig von innen geschmiert werden können und die bekannten Konstruktionen sehr schnell verbiegen.
Die Griffe müssen fest an den Stangen befestigt sein. Dies kann gesplintet (Vorbild Tornado) oder geschraubt (Vorbild P4P) erfolgen. Die Befestigung der Griffe ermöglicht einen einfachen Wechsel auf das Griffwechselsystem TST (bei einigen ITSF Turnieren) und gleichzeitig können die Griffe sich nicht lösen nachdem Lubrikation hineinrkriecht. Die Form sollte relativ dünn und rund sein (Vorbild Lettner oder Leonhart) für das gewisse Extra an Geschwindigkeit für Jet und Pin-Shot.
Die Griffe müssen auch ohne Bändchen gespielt werden können. Weiterhin sollte die Oberfläche rau sein, damit Bändchen selbst bei intensivem Spiel gut an den Griffen halten.

Tore

Die Tore müssen einen charakteristischen Klang aufweisen um gut erkennen zu können, ob ein Ball im Tor war. Bälle, die die Linie überquert haben, müssen zuverlässig ins Tor gelenkt werden. Dies kann durch "öffnende Tore" erreicht werden. Im Torraum dürfen keine Seitenbeschränkungen sein, die parallel zu den Banden sind. Diese ermöglichen ein Abprallen und herausdrehen des Balls ohne Berührung des Knallbretts. Die Tore dürfen keine scharfen kannten im Innenraum haben.
Weiterhin sollten die Pfosten aus Metall sein (Vorbild für die Pfosten Leo oder Flix).

Korpus

Der Korpus (in Kombination mit Wechsellagern) muss einen einfachen Auf- und Abbau ermöglichen und die Beine müssen im Tisch verstaut werden können (Vorbild P4P Tournament). Die Beine sollten relativ schwer sein, damit Beine und Korpus einzeln getragen werden können (Vorbild Leonhart).

Weitere Ideen
  • Foul Diskussionen kann man über Video Aufzeichnung und Anschlagmessern in den Lagern auf objektiver Ebene lösen.
  • Weiterhin kann man elektronisch bestätigen ob ein Ball im Tor war. Hierdurch kann man Spiele automatisch mitloggen.
  • Der Tisch sollte eine Beleuchtungseinheit integriert haben (Vorbild Jupiter).
  • Um das Gewicht der Stangen weiter zu reduzieren kann man Figuren und Stangen aus CFK fertigen.



Autor: Fabian Wachmann und Lukas Übelacker


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